Nicht alles gleichzeitig einrichten
Der erste Start eines neuen Rechners lädt dazu ein, sofort alle gewohnten Programme zu installieren. Praktischer ist eine kurze Phase, in der das Gerät noch übersichtlich bleibt. Schließe das Netzteil an, verbinde dich mit einem vertrauten Netzwerk und halte die Zugangsdaten bereit, die du tatsächlich verwenden möchtest. Lies die einzelnen Einrichtungsfragen, statt jede angebotene Zusatzfunktion nebenbei zu bestätigen.
Wähle Region und Tastaturbelegung bewusst. Ein falsch gesetztes Layout fällt manchmal erst bei einem Passwort mit Sonderzeichen auf. Prüfe nach der Anmeldung in einem leeren Textdokument die Zeichen, die du häufig brauchst. Das Passwort selbst gehört dabei nicht in das Dokument. Auch Uhrzeit und Zeitzone sollten stimmen, bevor du Fehler bei der Anmeldung an Diensten untersuchst.
Einen sauberen Ausgangspunkt schaffen
Öffne Windows Update über die Einstellungen und lasse angebotene Aktualisierungen vollständig durchlaufen. Plane einen Neustart ein. Ein frisch ausgepackter Computer kann seit seiner Herstellung mehrere Aktualisierungen verpasst haben. Während dieser Arbeit sind Lüftergeräusche oder eine kurzfristig höhere Auslastung kein geeigneter Maßstab für seine normale Leistung.
Prüfe anschließend die Grundfunktionen ohne Zusatzprogramme: Lautsprecher, Mikrofon, Kamera, WLAN und die benötigten Anschlüsse. Notiere, was funktioniert und was nicht. Ein Fehler, der schon jetzt auftritt, lässt sich leichter beschreiben als ein Problem nach zwanzig Installationen. Bewahre Rechnung und genaue Modellbezeichnung so auf, dass du sie auch ohne diesen Computer erreichst.
Daten in überschaubaren Etappen übernehmen
Kopiere zuerst einen kleinen, repräsentativen Ordner vom bisherigen Rechner. Öffne mehrere Dateien und kontrolliere, ob die passenden Anwendungen vorhanden sind. Erst dann folgt der größere Datenbestand. Behalte die ursprünglichen Dateien, bis die Übernahme geprüft ist und eine zusätzliche Sicherung existiert. Ein sichtbarer Dateiname allein beweist noch keine erfolgreiche Übertragung.
Installiere Anwendungen von ihren offiziellen Anbietern oder aus einer vertrauenswürdigen Bezugsquelle. Übernimm nicht jedes alte Hilfsprogramm nur deshalb, weil es vorher vorhanden war. Eine kurze Liste mit Browser, Bürosoftware und den tatsächlich benötigten Fachprogrammen macht den neuen Arbeitsplatz übersichtlicher.
Zum Abschluss öffnest du einen typischen Arbeitsvorgang: ein Dokument bearbeiten, speichern und wiederfinden. Prüfe außerdem, wohin neue Dateien standardmäßig gelangen. Wenn ein Cloudordner beteiligt ist, sollte klar sein, ob Dateien lokal verfügbar sind oder erst heruntergeladen werden. Der erste Tag ist gelungen, wenn du deinen Arbeitsablauf nachvollziehen kannst, nicht wenn jede Einstellungsseite bereits besucht wurde.
